Sonntag, 17. August 2008

Die Sonne scheint

Als wäre nichts gewesen, scheint seit 12 Uhr die Sonne. Kleine weiße Wölkchen aber ein strammer Wind zerrt an den geparkten Flugzeugen. Hoffentlich trocknet er auch schnell den Grasplatz.

Beim Briefing um 11 Uhr wurde verkündet, dass es heute keine Aufgabe geflogen wird, dafür aber alle Flugzeuge und ihre Besatzungen auf die Waage müssen. Schließlich sagen die Regeln, dass Flugzeug, Besatzung und Treibstoff nicht mehr als 350 Kilgramm für Einsitzer und 450 Kilogramm für Doppelsitzer ausmachen dürfen. Und siehe da, allen Unkenrufen deutscher UL-Flieger in der Heimat zum Trotz: es passt.
Alle Flugzeuge - auch die moderneren Geräte aus Vollkunststoff aus tschechischer, polnischer oder (aus Metall) aus russischer Produktion haben keine Probleme. Selbst eine FK 9, die solo geflogen werden soll, passt locker in diese Klasse. Die Norweger, die mit einem schweren Apollo-Trike angereist sind, sollten vielleicht das eine oder andere Zubehörteil ausbauen, damit sie noch etwas Sprit mitnehmen können, ohne die Gewichtsgrenze zu überschreiten.
Solche Wiegaktionen sind immer ein großes Vergnügen für die Teilnehmer und entsprechns groß war der Andrang vor der Flugzeughalle, in der die elektronischen Waagen aufgebaut waren.

Alle hoffen nun, dass morgen endlich geflogen werden kann. Das ist auch deshalb wichtig, weil für die Gültigkeit dieser Europameisterschaft mindestens sechs verschiedene Aufgaben geflogen werden müssen. Morgen, so sieht es der Plan vor, soll dann endlich mit den Ziellandungen begonnen werden.
Hier eine Beschreibung für die Nicht-Experten unter den Lesern dieses Blogs:
Der Pilot muss in einem 100 Meter langen Feld losrollen und abheben. Anschließen überfliegt er das Landefeld in einer beliebigen Höhe, schaltet den Motor ab und muss so knapp wie möglich am Beginn des ebenfalls 100 Meter langen Landefeldes aufsetzen. Dass allein ist schon eine Kunst. Einen Bonus gibt es, wenn er nach dem Aufsetzen so schnell wie möglich zum Stehen kommt (auf jeden Fall innerhalb des 100-Meter-Feldes). Diese Aufgabe ist immer ein großes Spektakel, weil es bei ersten Teil auf die Fähigkeit des Piloten ankommt, beim zweiten dagegen auf die Qualität der Bremsen. Spektakläre Szenen sind programmiert. Dazu aber mehr, wenn es soweit ist.

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